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Online Fraud Forum (I): Zusammenarbeit ist wichtig

Online Fraud Forum (I): Zusammenarbeit ist wichtig

Ende Oktober 2015 fand zum ersten Mal das Online Fraud Forum im Empire Riverside Hotel in Hamburg statt. Dazu lud Risk Ident mehr als 100 Teilnehmer aus über 40 Unternehmen ein. Die Teilnehmer brachten großes Interesse am Austausch über Erfahrungen zum Thema Betrugsprävention mit.

BlogOFF-01Eine Sache machte das Fraud Forum direkt deutlich: Betrug ist kein statisches Problem, problematisch ist die stetige Weiterentwicklung. Erfreulicherweise waren sich die meisten Teilnehmer darüber bewusst, wie wichtig ein stetiger Austausch ist, um schnell zu reagieren und Betrügern einen Schritt voraus zu sein.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine transparente Kommunikation zwischen Betrugsmanagern aus verschiedenen Unternehmen von großer Bedeutung. Daher waren die Teilnehmer sehr interessiert daran, von Ihren Kollegen über deren aktuellsten Betrugsmuster informiert zu werden und zu erfahren, wie sie dagegen vorgehen.

Während der Veranstaltung wurden theoretische Initiativen und gelungene Projekte präsentiert, die die verschiedenen Möglichkeiten und Techniken der Betrugsprävention veranschaulichten. Darüber hinaus ermöglichte eine Reihe von interaktiven Podiumsdiskussionen einen Wissensaustausch über tägliche Betrugsmuster. Die Erfahrungen der einzelnen Teilnehmer unterschieden sich, was deutlich machte, dass jede Branche mit anderen Betrugsmustern zu kämpfen hat.

Wir befragten die Fraud-Management-Vertreter aus einem breiten Spektrum von Branchen: Mode, Finanzdienstleistungen, Bankwesen, Reisen, digitale Güter, Telekommunikation, Dating, Spiele und Sport, die sich alle mit dem Kampf gegen Online-Betrug auseinandersetzen.

Betrug trifft alle Firmen, ob groß oder klein. So sind Unternehmen, die 50 Mio. Euro Umsatz machen genauso betroffen wie Firmen mit einer Milliarde Euro Umsatz. Betrüger sehen kleinere Unternehmen oft als leichte Opfer an, währende große Unternehmen besonders aus finanzieller Sicht für betrügerische Aktionen attraktiv sind.

Die überwiegende Mehrheit der befragten Teilnehmer gab an, dass sie ihren Kunden die Zahlung per Kreditkarte (87%) und Lastschrift (70%) anbieten. PayPal wird bei 75% der Händler angeboten. Weitere Zahlungskanäle sind Vorauskasse (50%), Rechnung (55%), Banküberweisungen (50%), Nachnahme (39%), Ratenzahlung (35%) und Amazon Payments (8%).

Für Unternehmen ist es sehr wichtig, eine Vielzahl von Zahlungsmitteln zu akzeptieren, um ihren Kunden ein möglichst umfassendes Kauferlebnis zu bieten. Findet der Kunde seine favorisierte Zahlungsart nicht vor, sucht er sich oftmals einen anderen Händler. Allerdings müssen sich Händler darüber bewusst sein, dass Sie Betrügern mit einigen Zahlungsarten gute Möglichkeiten zum betrügen eröffnen.

Unser nächster Blogbeitrag wird sich mit den häufigsten Betrugsarten befassen, mit denen Unternehmen zu kämpfen haben. Außerdem klären wir die Frage, ob die derzeitigen Kosten des Betrugsmanagement ausreichen, um  gegen die neuen, anspruchsvollen Methoden der Betrüger anzukommen.