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Online Fraud Forum (III): Die Lösungen der Unternehmen

Online Fraud Forum (III): Die Lösungen der Unternehmen

Ende 2015 veranstaltete Risk Ident sein erstes Online Fraud Forum in Hamburg. Im dritten und letzten Teil unserer Mini-Serie über das Event, fassen wir die Antworten unserer Besucher über ihre Anti-Betrugs-Strategie zusammen und erklären, warum intelligente Lösungen wichtig sind.

Mehr als 85 Prozent der Besucher gaben an, dass sie in ihrem Unternehmen momentan eine interne Lösung zur Betrugsprävention nutzen. Einige nutzen zusätzlich zu ihrer internen Lösung ein externes Tool. Über die Hälfte der befragten Personen nutzt ein Betrugspräventionstool ihres Service Providers, während rund 45 Prozent ein Tool eines Drittanbieters nutzen. Die Mehrheit der Firmen bekämpft Betrug also intern. Doch wie wie effektiv ist das wirklich?

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Rund ein Drittel (29%) der Befragten gab an, dass trotz Gegenmaßnahmen mehr als 5 Prozent der Transaktionen betrügerisch sind. Bei 40 Prozent der Firmen liegt die Zahl der betrügerischen Transaktion noch zwischen 3 bis 5 Prozent. Betrugsraten dieser Höhe kosten die Unternehmen jährlich mehrere Millionen Euro und implizieren eine erschreckende Anzahl an aktiven Betrügern.

In vielen Fällen kommt ein Anti-Betrugs-System zu einer falschen Einschätzung, einem sogenannten „false positive“. Dies passiert, wenn das System nicht intelligent genug ist um mehrere Datenquellen miteinander zu verknüpfen und in Kombination zu analysieren um herauszufinden, ob eine Transaktion legitim oder betrügerisch ist.

Betrugspräventionssysteme sollten von geschulten Betrugsmanagern kontrolliert und zusätzlich von selbstlernenden Technologien unterstützt werden, um potentielle betrügerische Muster zu erlernen. Dies minimiert die Anzahl von fälschlich als Betrug identifizierten Transaktionen und verhindert so Umsatzausfälle. Denn: Wird ein valider Kunde als betrügerisch eingeschätzt und ein Einkauf verhindert, verliert das Unternehmen einen legitimen Kunden und erleidet einen Reputationsschaden.

Bleibt die Frage: Wie planen Unternehmen mit diesen neu gewonnenen Erkenntnissen zukünftig ihre Ausgaben zur Betrugsprävention? Knapp ein Drittel (29%) der von uns Befragten plant ihr Budget deutlich zu erhöhen, um Betrugszahlen zu mindern, die Kundenzufriedenheit zu steigern und langfristig zu einem stärkeren Unternehmen zu werden und zu Mehreinnahmen zu kommen. Die Hälfte der Unternehmen plant nur eine leichte Erhöhung des Budgets, während rund 20 Prozent das Budget nicht anpassen oder sogar mindern wollen.

Fakt ist aber: Betrüger lassen nicht locker und entwickeln ihre Strategien weiter. Hier heißt es handeln, um den Betrügern den „Wind aus den Segeln zu nehmen“. Es ist wichtig, ihnen durch den Einsatz intelligenter Technologie immer einen Schritt voraus zu sein.