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Black Friday: Mehr Umsatz, mehr Betrug

Black Friday: Mehr Umsatz, mehr Betrug

In den letzten Jahren hat sich das „Black Friday“-Shopping auch außerhalb der USA immer weiter verbreitet. Für Online-Händler eine gute Gelegenheit, hohe Umsätze zu erlösen. Gleichzeitig ist der Schutz vor Betrug zu solchen Ereignissen besonders wichtig.

Thanksgiving ist in den USA ein wichtiger Feiertag, den viele Familien traditionell zusammen feiern. Den darauffolgenden Freitag nehmen sich viele Menschen frei und nutzen ihn gern, um schon einmal erste Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Seit Jahren ist der Black Friday dort sogar der umsatzstärkste Tag des Jahres.

Auch nach Deutschland ist der Trend seit einigen Jahren herübergeschwappt. Trotz rechtlicher Unsicherheiten rund um die Marke „Black Friday“, springen auch in diesem Jahr viele Online-Händler auf den Rabattzug auf und bieten ihren Kunden spezielle Angebote, die in manchen Fällen auch auf die Tage davor und danach ausgeweitet werden.

Wo lauern die Gefahren?

Online-Händler müssen in erster Linie auf die höhere Anzahl von Transaktionen vorbereitet sein, nicht nur beim Einkauf und Kaufabwicklung. Sie müssen auch damit rechnen, dass vermehrt Betrüger versuchen könnten, die Gunst der Stunde zu nutzen und mit versuchen, in der großen Masse an ehrlichen Kunden unterzugehen. Erhöhte Wachsamkeit ist also dringend zu empfehlen.

An Shopping-Ausnahmetagen ist außerdem nicht nur die Anzahl der Transaktionen höher, sondern auch die Einkaufsgewohnheiten der Kunden können sich verändern. Kunden, die selten außergewöhnliche Dinge in ihren Warenkorb legen, könnten plötzlich Trampoline oder große Fernseher bestellen und eventuell auch noch an eine andere Adresse liefern lassen wollen.

Das Problem dabei: Solche Kunden zeigen ein Verhalten, dass auch Betrüger häufig an den Tag legen. Händler müssen also aufpassen, dass sie nicht fälschlicherweise echte Kunden als Betrüger einstufen (false positives). Auf der anderen Seite schmälern zu restriktive Sicherheitsvorkehrungen den Umsatz. Und welcher Händler möchte schon echte Kunden vergraulen, die nicht betrügen, sondern einfach nur einkaufen wollen?

Was ist zu tun?

Idealerweise nutzen Online-Händler die neuesten Technologien für ihre Betrugsprävention. Dazu gehört vor allem der Einsatz von Machine Learning, mit dessen Hilfe Betrugsmuster in den Bestelldaten zuverlässig erkannt werden. Das Besondere dabei: Die Algorithmen sind in der Lage, eine sehr hohe Zahl von Transaktionen in Echtzeit zu verarbeiten. Außerdem lernt das System mit jeder neuen Transaktion dazu und verbessert so stetig die eigenen Prognosen.

Wichtig ist außerdem ein gutes Device Fingerprinting. Da Betrüger möglichst viel Beute machen wollen, versuchen sie es bei unterschiedlichen Online-Shops und auch bei vielen Shops nicht nur ein einziges Mal. Werden aber die benutzten Geräte beim Einkauf identifiziert, können leicht alle Transaktionen aufgedeckt werden, die vom gleichen Gerät ausgeführt wurden. Bereits auffällig gewordene Geräte können so gesperrt werden.

Am Ende kann aber auch die beste Technologie nicht das Wissen ersetzen, dass Fraud Manager über Jahre erlangen. Die Aufgabe der Technologie besteht vielmehr darin, das Wissen anwendbar zu machen, im Idealfall auf eine sehr große Zahl von Transaktionen. Die beste Strategie gegen Betrug ist es also, Mensch und Maschine zusammenarbeiten zu lassen. Betrüger nutzen Technik, um sich zu bereichern. Händler sollten ebenfalls alle technischen Möglichkeiten ausreizen, um Betrug zu verhindern.