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Online-Betrug: Mit diesen Trends müssen Unternehmen 2017 rechnen

Online-Betrug: Mit diesen Trends müssen Unternehmen 2017 rechnen

Im Jahr 2016 gab es viele Fälle von Cyberkriminalität und Online-Betrug, die es in die Schlagzeilen schafften. Lesen Sie hier, welche Themen im Jahr 2017 wichtig sein werden.

Für Aufsehen sorgten im vergangenen Jahr zum Beispiel eine große europäische Polizeiaktion mit 42 Festnahmen gegen ein internationales Betrügernetzwerk oder die Geschichte eines 17-Jährigen, der verurteilt wurde, weil er 21.000 Datensätze eines englischen Telefonanbieters gestohlen hatte, eigentlich nur um seine Freunde zu beeindrucken.

Internetkriminalität ist zu einem sehr weitverbreiteten Verbrechen geworden. In England und Wales ist es mittlerweile 20 Mal wahrscheinlicher, vor dem eigenen Bildschirm ausgeraubt zu werden, als auf der Straße. Aber nicht nur jeder einzelne Internetnutzer ist dieser Gefahr ausgesetzt, sondern besonders auch Unternehmen. Im vergangenen Jahr war vor allem viel vom CEO-Betrug die Rede, also dem Versuch von Betrügern, sich als Chef auszugeben und Überweisungen von hohen Geldsummen zu veranlassen. Für 2017 sollten Unternehmen mit diesen Trends rechnen:

  1. Der Siegeszug des M-Commerce hält an 

Einkaufen mit dem Smartphone oder dem Tablet liegt voll im Trend. In Europa hat sich die Zahl der Menschen, die regelmäßig mit mobilen Endgeräten einkauft, innerhalb eines Jahres verdreifacht. Nach einer Studie von Visa betrug der Anteil der mobilen Shopper 2016 bereits 54 Prozent, ein Jahr zuvor waren es noch 18 Prozent. Vieles deutet darauf hin, dass dieser Trend auch 2017 weiter anhalten wird. Aber nicht nur echte Kunden benutzen immer lieber mobile Endgeräte, sondern auch Betrüger. Für Händler ist es wichtig, sich darauf einzustellen. Mithilfe von device fingerprinting ist es beispielsweise möglich, Endgeräte anhand eines Fingerabdrucks zu identifizieren und beispielsweise Betrugsgeräte wiederzuerkennen.

  1. Es wird wieder Datendiebstähle geben

Ende 2016 gab Yahoo bekannt, dass das Unternehmen 2013 und 2014 die wahrscheinlich größten Datendiebstähl der Geschichte erlebt hatte. Es geht dabei um Daten von mehr als einer Milliarde Nutzerkonten – ein trauriger Weltrekord. Schon in der Vergangenheit waren immer wieder große Datenhacks bekannt geworden und auch in Zukunft werden solche Nachrichten in den Medien auftauchen.

  1. Weiterhin Betrug mit Daten aus den sozialen Medien

Da ein Großteil der Menschen weiterhin viele persönliche Daten in den sozialen Netzwerken teilt, wird es auch für Betrüger immer leichter, Daten zu erbeuten. Das Gefährliche dabei: Um eine fremde Identität zu benutzen und damit zum Beispiel auf illegale Shoppingtour zu gehen, brauchen Betrüger nicht einmal großes technisches Geschick. Oftmals reicht es bereits, Daten aus den Netzwerken und anderen öffentlichen Webseiten zusammenzutragen.

  1. Die Zahl der account takeover wird zunehmen

Jeder Internetnutzer besitzt mehr als ein Benutzerkonto. Es ist nicht nur verführerisch und weit verbreitet, unsichere Passwörter zu benutzen, sondern auch das gleiche Passwort für mehrere Accounts. Das nutzen Betrüger immer häufiger aus. E-Mail-Adressen und Passwörter können in den dunklen Ecken des Internets gekauft werden und die Chance ist groß, dass mit diesen Daten auch Accounts bei Online-Händlern zugänglich sind. Und haben Betrüger erst einmal Zugang, können sie den eigentlichen Besitzer leicht aussperren und für großen Schaden sorgen. Gerade länger bestehende Benutzeraccounts genießen bei Händlern ein größeres Vertrauen und Bestellungen von dort werden auch bei Auffälligkeiten seltener blockiert.

  1. Der Einfluss von Bots wird größer

Intelligente Software kann in großem Stil Spam-Mails versenden, Wikipedia-Einträge verändern oder Meinungen in den sozialen Netzwerken beeinflussen. Aber auch für Betrüger sind Bots wichtig. Zum Beispiel Anbieter von Eintrittskarten haben mit Bots zu kämpfen, die ganze Kontingente schneller kaufen können als echte Kunden. Mit zunehmender Weiterentwicklung der Software und der größer werdenden Zahl von Bots wird 2017 der Ticket-Schwarzmarkt wahrscheinlich wachsen. 

  1. Machine Learning und künstliche Intelligenz bleiben wichtige Themen

Die Begriffe Machine Learning und künstliche Intelligenz tauchen in den letzten Jahren in immer mehr unterschiedlichen Kontexten und immer mehr Unternehmen haben die Vorteile von Machine Learning erkannt und setzen es ein. Dementsprechend ist die Weiterentwicklung in diesem Bereich rasant – und sie wird es auch bleiben.

Für den Einsatz in der Betrugsprävention gilt jedoch weiterhin: Machine Learning kann Unternehmen sehr gut dabei unterstützen, Betrug frühzeitig zu erkennen und Schäden zu verhindern. Ganz ohne den Menschen und die Expertise von erfahrenen Mitarbeitern wird es aber auch in den nächsten Jahren nicht gehen. Der Einsatz der neuesten Technologien macht es aber möglich, große Datenmengen effizient zu verarbeiten.